
Metroid Prime 4: Nach 18 Jahren endlich erschienen – Top oder Flop?

Metroid Prime 3: Corruption ist 2007 erschienen, damals noch für die Nintendo Wii. 2017 wurde Metroid Prime 4 im Rahmen der E3 in Los Angeles angekündigt. Doch die Entwicklung zog sich. Jahrelang. Ende 2025 wurde der vierte Teil schließlich veröffentlicht, für Nintendo Switch 2 – und ebenso für den Vorgänger-Handheld.
Was überzeugt: Atmosphäre, Gameplay und Technik
Auch Metroid Prime 4: Beyond hält an der Ego-Perspektive fest. Abermals erkundet Kopfgeldjägerin Samus Aran einen fremden Planeten, löst Rätsel, erwehrt sich Gegnern, erlangt Fähigkeiten, die das weitere Vorankommen erleichtern. Nach wie vor vertraut Nintendo auf das Metroid-Prime-Gameplay. Im Zusammenspiel mit dem stimmungsvollen Soundtrack entfaltet Beyond ein Spielgefühl, das Kritiker verstummen lässt.
Technisch gelingt Metroid Prime 4 eine Punktlandung. Sowohl auf der Switch 2 als auch auf dem originalen Handheld erreicht das Action-Adventure 60 FPS. Auf der Switch 2 sind sogar 120 FPS möglich, wenn die Auflösung auf 1080p reduziert wird. Im Grafikmodus erstrahlen 4K, bei flüssigen 60 Bildern pro Sekunde. Unterschiede betreffen insbesondere die Ladezeiten. Während die Switch 2 neue Spielabschnitte in rund 20 Sekunden lädt, vergehen auf der Switch 1 über 60 Sekunden.
Langes Warten und steigende Erwartungshaltung
Je länger die Entwicklung dauert, desto höher stapeln sich die Erwartungen. Im Falle von Metroid Prime 4 mussten Fans besonders lange warten. Nach der Ankündigung auf der E3 2017 sollte der vierte Teil eigentlich kurz darauf erscheinen. Ursprünglich war Bandai Namco Studios mit der Entwicklung betraut. 2019 überwarf sich Nintendo allerdings mit dem Hersteller und startete das Projekt neu. Nun war wieder Retro Studios am Zug – das Entwicklerstudio war bereits an den vorherigen Serienteilen beteiligt.
Bei Durchsehen der Bewertungen ist zu beobachten, wie weit die Meinungen auseinandergehen. Während manche Kritiker voll des Lobes sind, zeigen sich andere schwer enttäuscht. Dies ist dem Hype anzulasten, den Hoffnungen, die ans Action-Adventure geknüpft werden. Kritikpunkte werden als deutlich störender wahrgenommen, zu Monolithen aufgeblasen, die den Blick auf das Schöne versperren.
Erwartungen sollten realistisch ausfallen, gezügelt werden. Auch in anderen Gaming-Bereichen. Besonders die Glücksspielbranche legt von Erwartungen – und Hoffnungen. Der Dreh an einem Slot soll einen Gewinn, die Kugel im Roulettekessel soll auf die gesetzte Zahl fallen und die nächste Hand soll ein Blackjack sein. Dabei gerät jedoch leicht in Vergessenheit, dass Glücksspiel in erster Linie unterhalten soll und kein verlässliches Mittel zum schnellen Gewinn ist.
Vor diesem Hintergrund wirken auch Werbeversprechen, mit denen sich beste Online Casinos mit Auszahlung schmücken, oft verlockender, als sie in der Praxis sind. Wenn behauptet wird, Auszahlungsanträge würden binnen Minuten bearbeitet, mag das in Einzelfällen zutreffen. Gerade bei der ersten Auszahlung ist jedoch Geduld gefragt: Seriöse Casino-Seiten sind verpflichtet, eine Identitäts- und Altersprüfung durchzuführen. Diese Maßnahmen dienen dem Spielerschutz und sollten daher nicht als unnötige Gängelei missverstanden werden.
Neuerungen: Motorrad und Open-World-Lehren
Zu den auffälligsten Neuerungen von Metroid Prime 4 gehört das Vi-O-La getaufte Motorrad. In den engen und verwinkelten Arealen wäre das motorisierte Zweirad unbenutzbar. Deshalb hat Entwickler Retro Studios ein Hub gebastelt, in diesem Fall eine Wüstenlandschaft. Blitzschnell – zumindest behauptet dies die Geschwindigkeitsanzeige – saust Samus über Sand und Dünen. So erreicht Samus neue Bereiche oder kehrt in alte Gebiete zurück.
Kritiker monieren, dass die Oberwelt uninteressant ist, karg und trist wirkt. Zwar lassen sich hier und da Upgrades und Ressourcen auflesen, doch echte Geheimnisse sind nirgends auszumachen. Fans vermissen die zusammenhängende Spielwelt, die andere Metroid-Games ausgemacht hat. Tatsächlich fungiert die Wüste als leere Kulisse, ohne einen besonderen Mehrwert zu bieten. Hier hätte Nintendo entweder mehr herausholen oder entscheiden müssen, die Wüste einzustampfen – den Fokus stärker auf die altbewährte Formel zu legen.
Nervige Nebenfiguren, die nicht zu Metroid passen
Besonders oft werden die Nebencharaktere in Metroid Prime 4: Beyond als störend empfunden. Obwohl Samus die Spielwelt vornehmlich allein bereist, stehen ihr mitunter Begleiter zur Seite. Dies widerspricht grundlegend dem typischen Spielgefühl, dem einsamen Ambiente, das frühere Serienteile erzeugt haben. Kritisiert werden auch die Dialoge selbst, die inhaltsleer anmuten, viel Aufhebens um nichts machen, auf Offensichtliches hinweisen.
Letzteres – der ungefragte Fingerzeig, wie weiter vorzugehen ist – mache Beyond nach Ansicht mancher Fans zu leicht. Ein Kernelement der Metroid-Formel ist das „Backtracking“. Nach dem Aneignen neuer Fähigkeiten kehrt Samus an alte Orte zurück, um zuvor unzugängliche Upgrades einzusammeln oder Abkürzungen freizuschalten. Samus’ Begleiter klären stets darüber auf, wohin als Nächstes zu gehen ist, ohne dem Spieler zuzutrauen, dies selbst herauszufinden.
Laufende Hinweistafeln wie die NPCs in Metroid Prime 4 stellen ein Problem moderner Videospiel-Produktionen dar. Andere Vollpreistitel wie God of War: Ragnarök und Horizon Forbidden West leiden unter dem gleichen Trend. Idealerweise verbauen Games einen Regler für die Häufigkeit unaufgeforderter Hinweise, um allen Spielertypen entgegenzukommen.
Metroid Prime: Eine Spielereihe, die auf hohem Niveau an Glanz einbüßt
Das 2002 für den GameCube veröffentlichte Metroid Prime thront mit 97 Punkten auf dem Metacritic-Olymp. Zugegebenermaßen ist hierfür der damals revolutionäre Wechsel vom Side-Scroller in 2D zum Ego-Shooter in 3D verantwortlich zu machen. Auch hatte sich die Geschichte erstmals stärker in den Vordergrund gedrängt.
Metroid Prime 2: Echoes kommt bei Metacritic auf 92 Punkte, forciert die 3D-Formel, samt mehr Rätseln und Backtracking. Bei Metroid Prime 3: Corruption setzt sich der Sinkflug fort – mit 90 Punkten ist Teil drei dennoch bestens bewertet. Neu war die Bewegungssteuerung der Nintendo Wii, die präzises Zielen ermöglichte.
Und nun steht Metroid Prime 4: Beyond gegenwärtig bei 80 Punkten. Fans stehen Beyond mit 8,4 Punkten wohlwollender gegenüber. Gemessen an den Bewertungen ist Beyond der mit Abstand schwächste Teil der Spielereihe.
Wer die zeitaufwendige Entwicklung berücksichtigt und realistische Erwartungen hat, wird mit Metroid Prime 4 vergnügliche zehn bis 20 Stunden Spielspaß erleben. Denn auch Folgendes ist anzumerken: 80 Punkte entsprechen einer guten Bewertung. Beyond ist sicher kein Meilenstein, aber wer über die Kritikpunkte hinwegsieht, bekommt hier vergnügliches Metroid geboten.

Kateryna Prykhodko ist eine kreative Autorin und zuverlässige Mitarbeiterin bei EGamersWorld, die für ihre fesselnden Inhalte und ihre Liebe zum Detail bekannt ist. Sie kombiniert Storytelling mit klarer und durchdachter Kommunikation und spielt eine große Rolle sowohl bei der redaktionellen Arbeit der Plattform als auch bei der Interaktion hinter den Kulissen.
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